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DBA Spanien: Absprache über die gegenseitige Amtshilfe in Steuersachen

 DBA Spanien: Absprache über die gegenseitige Amtshilfe in SteuersachenAm 3. Oktober 2012...


Haushaltsgesetz der Balearen 2013: Überblick über die Steuern 2013

Am 29. Dezember 2012 wurde das Haushaltsgesetz der Balearen (Mallorca, Ibiza, Formentera,...


Steuern in Spanien in 2013: Überblick über aktuelle Änderungen


Der Beitrag gibt einen Überblick über für Privatleute erhebliche Steueränderungen in 2013.


Besteuerung des Immobilienbesitzes von in Spanien beschränkt steuerpflichtigen juristische Personen

Das Immobilieneigentum von juristischen Personen (z.B. GmbH, Stiftung) die in Spanien nur beschränkt steuerpflichtig sind („Nicht-Residente“) unterliegt nicht der besonderen Steuer  von 3 % des Katasterwertes der Immobilie, wenn der Staat, in dem sie ihren Geschäftssitz hat, und Spanien haben einen Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen. Außerdem muss auch der Staat, in dem die Gesellschafter ihren Steuerwohnsitz haben ein Doppelbesteuerungsabkommen mit Spanien abgeschlossen haben.


Vermögensteuer

Nachdem Spanien mit Gesetz 4 / 2008 vom 23.12.2008 die spanische Vermögensteuer („Impuesto sobre el Patrimonio“) ausgesetzt hatte und mit Dekret vom 16.09.2011 die erneute Erhebung angeordnet hatte, erheben nun auch Valencia und die Balearen wieder die Vermögensteuer.


Eintragung und Besteuerung von Schwarzbauten

Zur Eintragung und Besteuerung von – ländlichen und städtischen - Immobilien und deren – unberechtigten – Erweiterungen oder Bebauungen (Schwarzbau) wurde ein  Anmeldungsverfahren beim Kataster eingeführt. Beabsichtigt ist die Anmeldung gegen einen kleinen Zuschlag – eine Gebühr i.H.v. EUR 60. Die Eintragung erfolgt erst nach Zahlung der Grundsteuer der vergangenen vier Jahre.

 
Grundbuchsperre vor Zahlung der Plusvalía

Die spanische Grundbuchordnung (“Ley Hipotecaria”) wurde mit Wirkung ab 2013 geändert. Ab 1. Januar 2013 erfolgt eine Grundbucheintragung des Erwerbs von Immobilien (z.B. durch Kauf, Schenkung oder Erbschaft) nur noch nach Nachweis Zahlung der gemeindlichen Wertzuwachsteuer (PlusValia) oder Anzeige gegenüber der zuständigen Gemeinde. Vorher besteht eine Grundbuchsperre.


Meldung von Auslandsvermögen

Die neue 18. Zusatzregelung des spanischen allgemeinen Abgabegesetzes (“Ley General Tributaria”) regelt die Auskunftspflicht über Auslandsvermögen von unbeschränkt steuerpflichtigen Personen (Residenten) in Spanien.

Residente sind verpflichtet,  das Finanzamt über folgende Vermögensgegenstände im Ausland zu informieren:

- Konten im Ausland,
- Wertpapiere,
- Bezugsrechte aus Lebensversicherungen,
- Witwen, Versehrten und Leibrenten,
- Anteile an Kapitalgesellschaften,
- Immobilienvermögen.

Gleiches gilt für Nießbrauchrechte an den vorbezeichneten Vermögensgegenständen.

Es gilt eine Wertgrenze von EUR 50.000,--.

Verpflichtet sind neben dem (wirtschaftlich) Berechtigten auch der tatsächliche Gewahrsamsinhaber und  sonstige Personen, die einen mittel- oder unmittelbaren Genuss ziehen.

Die Mitteilung muss bis zum 31. März 2013 erfolgen. Unterbleibt dies oder erfolgt die Mitteilung verspätet, drohen Geldbußen. Die Geldbuße beträgt mindestens EUR 10.000,--. Für jede fehlende Vermögensgruppe wird eine Geldbuße i.H.v. EUR  5.000,-- erhoben. Bei verspäteter Meldung beträgt die Geldbusse mindestens EUR 1.500,00.  Für jede fehlende Vermögensgruppe werden EUR  100,-- Geldbuße erhoben.

Wurden aus dem Vermögen Erträge erzielt, welche nicht bei der Einkommensteuer angegeben wurden, drohen außerdem weitere Steuerstrafen. Kann der Steuerpflichtige allerdings nachweisen, dass entsprechenden Veranlagungszeitraum noch nicht unbeschränkt Steuerpflichtig in Spanien war, ist der Vorgang steuerlich unproblematisch.

 

Gewinne aus Glücksspielen

Gewinne aus Glückspiele werden ab 2013 mit einem gesonderten Steuersatz von 20 % besteuert. Nichtresidenten sind trotz steuerlicher Beschränkung in Spanien ebenfalls betroffen. Ein späterer Erstattungsantrag auf der Grundlage des DBA – zwischen Deutschland und Spanien-  ist möglich.

 

Geldzinssatz

Der Geldzinssatz wird für die Zeit bis 31. Dezember 2013 auf 4 % festgesetzt.

 

Verzugszinssatz

Der Verzugszinssatz wird für die Zeit bis 31. Dezember 2013 auf 5 % festgesetzt.


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Letzte Änderung: 07.01.2013




Autor: José Martinez Salinas